
Wer sind Sie?
Herr Baldus ist 73 Jahre alt und war beruflich als Ingenieur tätig. Technische Fragestellungen haben ihn sein Leben lang interessiert und begleitet. Mittlerweile genießt er seinen Ruhestand und verbringt viel Zeit mit seinen Kindern und Enkelkindern.
Wo und wie wohnen Sie?
Herr Baldus wohnt gemeinsam mit seiner Frau in Montabaur. Das Gebäude wurde überwiegend in Eigenleistung über drei Jahre gebaut; im Jahr 1986 ist die Familie eingezogen.
Besonders ist, dass Herr Baldus sein Haus eigenständig geplant hat. Dabei hatte er konkrete Vorstellungen davon, wie Wohnraum, Heizflächen, Gebäudeausrichtung und Energieverbrauch sinnvoll zusammenspielen können. Ihm war von Anfang an wichtig, nicht nur ein schönes und praktisches Haus zu bauen, sondern auch ein Gebäude, das langfristig gut funktioniert und möglichst effizient mit Energie umgeht.
Was haben Sie an Ihrem Haus verändert, um es klimafreundlicher zu machen?
Bereits bei der Planung hat Herr Baldus darauf geachtet, die Heizflächen sinnvoll anzuordnen, um die eingesetzte Wärmeenergie möglichst effizient zu nutzen. Auch die Gebäudeausrichtung spielte dabei eine wichtige Rolle, da Sonnenlicht und Wärmegewinne im Alltag nicht unterschätzt werden sollten.
Im Jahr 2022 hat er eine Photovoltaikanlage mit knapp 10 kWp eigenständig installiert. Damit kann ein erheblicher Teil des Strombedarfs direkt vor Ort erzeugt werden. Zusätzlich wurden die Dachfläche und die Fassade gedämmt, um Wärmeverluste zu reduzieren und den Energiebedarf des Gebäudes insgesamt zu senken.
Für Herrn Baldus gehören diese Maßnahmen zusammen: Zunächst sollte der Energiebedarf möglichst verringert werden. Der verbleibende Bedarf kann anschließend möglichst klimafreundlich gedeckt werden.
Was hat Sie motiviert, diese Maßnahmen umzusetzen?
Durch seine Begeisterung für technische und energiebasierte Themen war es für Herrn Baldus naheliegend, sich auch am eigenen Wohnhaus intensiv mit diesen Fragen zu beschäftigen. Ihn hat immer interessiert, wie durch durchdachte Planung, gute Technik und handwerkliche Umsetzung langfristig bessere Lösungen geschaffen werden können.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Unabhängigkeit. Wer selbst Strom erzeugt und den Energiebedarf seines Hauses reduziert, macht sich ein Stück weit unabhängiger von steigenden Energiepreisen. Gerade bei einem Wohngebäude, das über Jahrzehnte genutzt wird, lohnt es sich, langfristig zu denken.
Auch der Klimaschutz spielt für Herrn Baldus eine Rolle. Jede Kilowattstunde Strom, die selbst aus Sonnenenergie erzeugt wird, und jede Kilowattstunde Wärme, die durch Dämmung eingespart wird, hilft dabei, fossile Energien zu vermeiden. Gleichzeitig geht es aus seiner Sicht nicht nur um das Klima, sondern auch um Komfort, Werterhalt und geringere laufende Kosten.
Welchen Tipp haben Sie für andere Menschen?
„Die Menschen dürfen sich nicht von Energiethemen abschrecken lassen. Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien können dazu beitragen, über die Jahre bares Geld zu sparen.
Wichtig ist, sich Schritt für Schritt mit dem eigenen Haus zu beschäftigen: Wo geht Energie verloren? Welche Dachflächen eignen sich für Photovoltaik? Welche Maßnahmen sind technisch und finanziell sinnvoll?
Nicht jede Maßnahme muss sofort umgesetzt werden. Entscheidend ist, überhaupt anzufangen und sich gut zu informieren. Oft gibt es mehr Möglichkeiten, als man zunächst denkt. Wer sein Gebäude energetisch verbessert, investiert nicht nur in Klimaschutz, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Zuhauses.“


