Wer sind Sie?
Christian Beetz ist 50 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau Petra in Girod-Kleinholbach. Die beiden erwachsenen Kinder sind mittlerweile ausgezogen. Christian Beetz hat lange Zeit bei einer Bank gearbeitet, inzwischen ist er im Vertrieb eines Verpackungsherstellers im Westerwald tätig.
Wo und wie wohnen Sie?
Familie Beetz wohnt in einem Fertighaus aus dem Baujahr 1995. Das Haus verfügt neben dem Wohnbereich über eine kleine Einliegerwohnung. Energetisch wurde am ursprünglichen Zustand des Hauses bislang nichts verändert. Das heißt, es verfügt noch über die originalen Fenster und Heizkörper und wurde auch nicht nachträglich gedämmt.
Was haben Sie an Ihrem Haus verändert, um es klimafreundlicher zu machen?

Erste Erfahrungen sammelte Christian Beetz, als sein Vater auf seinem Haus eine Photovoltaikanlage installierte. Die Energiewende im Eigenheim von Christian und Petra Beetz begann 2021 mit dem Einbau einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung. Dazu kamen ein Batteriespeicher sowie eine Ladestation fürs E-Auto. Inzwischen haben sie zwei E-Autos. 2024/25 rüsteten Beetz‘ ihr Haus mit einer Wärmepumpe aus, da die Gasheizung zu diesem Zeitpunkt bereits 29 Jahre alt und abgängig war. Im Zuge der Heizungsumstellung haben sie die bestehende Solarthermieanlage stillgelegt, die Photovoltaikanlage auf die verfügbare Dachfläche erweitert und die Speicherkapazität erhöht. Die Wallbox ist für das PV-Überschussladen optimiert.
Was hat Sie motiviert, diese Maßnahmen umzusetzen?
„Ich bin immer neugierig und interessiere mich für Technik. Nachdem ich mich mit umweltfreundlicher Haustechnik befasst habe, habe ich schnell erkannt, dass man mit einer neuen Heizung oder der Solaranlage auch richtig Geld sparen kann. Die wichtigste Motivation für mein Handeln sind aber unsere Kinder, denen ich gerne eine lebenswerte Welt hinterlassen möchte“
Welchen Tipp haben Sie für andere Menschen?
„Man muss einfach anfangen und darf sich nicht verunsichern lassen. Bei der Solaranlage, bei der Wärmepumpe, bei den E-Autos – zu allem gab es kritische Stimmen in unserem persönlichen Umfeld. Mittlerweile sind sie verstummt und ich werde immer wieder um Rat gefragt. Rückblickend bedauere ich es, dass wir die Maßnahmen an unserem Haus nicht schon viel früher umgesetzt haben.“


